Die Rasse

Rassenportrait

Welsh Springer Spaniel

Wissenschaftlicher Name: Canis lupus familiaris

Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre

Farbe: Rot-weiß

Größe: Weiblich: 43–46 cm, Männlich: 46–48 cm

Gewicht: Weiblich: 16–20 kg, Männlich: 18–25 kg

Temperament: Stur, anhänglich, freundlich, loyal, verspielt, aktiv

Der Welsh Springer Spaniel ist ein Jagdhund. Bei der Jagd ist er ein stummer, extrem ausdauernder Arbeiter mit ausgezeichneter Nase. Er apportiert gerne. Die Wasserarbeit ist seine Leidenschaft. Der Standard beschreibt sein Wesen mit:

“Kräftig, fröhlich und sehr lebhaft. Freundliches Wesen, keine Aggressivität oder Nervosität zeigend.”

Der Welsh Springer ist ein leistungsfähiger Jagdhund mit einem ruhigen, sehr ausgeglichenen, coolen Wesen. Aber er ist trotzdem verspielt. Zugleich ist er ausgesprochen menschenfreundlich. Diese Wesensmerkmale machen ihn zu einem guten Begleiter und Familienhund. Gute Erziehung und regelmäßige Forderung und Förderung in der Natur, idealerweise aber nicht unbedingt als Jagdhund, lassen den Welsh Springer zu einem ausgesprochen angenehmen Mitglied der Familie werden. Optimale Grundlage ist seine Auslastung bei der Jagd oder ersatzweise bei den verschiedenen Hundesportarten. Das herrlich ausgeglichene, gelassene Gemüt des Welsh Springer Spaniels ist für uns Menschen Quell der Entspannung und Entschleunigung.
Die Welsh-Springer-Spaniel sind sehr feinfühlig und schon mal zurück haltend und daher auch keine Helden, aber so ist die Rasse einfach.

The Welsh-Springer-Spaniel are very sensitive and already holding back and therefore no heroes, but so the breed is easy. This is typical for  the breed and not bad socialization.

 

Nachforschungen über die Herkunft dieser Rasse gehen weit bis ins 13./14. Jahrhundert zurück. Aus den Quellen wird deutlich, dass alle Landspaniel gemeinsame Vorfahren haben. Erst am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts trug man unterschiedliche Varietäten ein. Kleine Spaniel wurden wahrscheinlich aus Spanien und möglicherweise aus Frankreich im 13. und 14. Jahrhundert von Königen, Aristokraten, zurückkehrenden Soldaten und anderen als Geschenke für ihre Ladies mitgebracht. 

Es war der erste Herzog von Marlborough, der “Blenheim” oder “Woodstock Spaniel”, wie sie genannt wurden, zur Rebhuhn-Jagd benutzte. Irgendwann wollte er einen größeren Spaniel, und so kreuzte man diese wahrscheinlich mit den hochläufigeren “Setting Spaniels” (unseren Settern). Diese wurden zum Anzeigen von Wild bei der “Netzjagd” eingesetzt. Das daraus entstandene Ergebnis war der “Cocking Spaniel” oder Cocker Spaniel, so wie wir ihn kennen.

 

Der Welsh Springer ist recht anspruchslos in seiner Haltung. Idealerweise wohnt er in einem Haus auf dem Land mit Garten. Aber es geht auch in der Stadt, wenn man mit ihm genug in die Natur geht. Er ist ein ausgesprochen angenehmer Begleiter auf Spaziergängen und Wanderungen durch die Natur. Du solltest nur seinen Jagdtrieb immer im Auge haben und die Körpersprache und das Denken deines Spezies genau kennen. So kannst du ihn rechtzeitig abrufen und idealerweise sogar ohne Leine problemlos laufen lassen.

Der Welsh Springer will und kann bei jedem Wetter heraus. Seine Intelligenz und Gelehrigkeit, seine Beweglichkeit und Robustheit machen ihn zu einem hervorragenden Partner im Hundesport wie bei Agility, Mantrailing, Dummyarbeit oder Fährtensuche Der Welsh Springer erweist sich im Alltagsleben als völlig unproblematisch und kann überallhin gut mitgenommen werden.

Der Welsh Springer Spaniel ist ein zutiefst freundlicher und lernwilliger Freund, der es dem Menschen leicht macht, ihn zu erziehen und mit ihm zu arbeiten. Er will und braucht diese Führung. Er hat einen ausgeprägten „will-to-please“. Er ist aber kein Hund, der nur auf Befehle von Herrchen oder Frauchen wartet. Er hat seinen eigenen Willen. Hierfür sollten Regeln aufgestellt werden, die dann eingehalten werden müssen – auch von den Zweibeinern. A und O der Erziehung ist Konsequenz auf Basis einer engen emotionalen Vertrauensbeziehung.

Seinen Eigensinn darfst du keineswegs brechen wollen, du solltest ihn respektieren und im Stillen deine Freude daran haben. So gelingt seine Erziehung sehr gut und ist auch für den engagierten Anfänger mit Hundeverstand machbar. Eine gewisse Herausforderung ist der Jäger im Herzen des Welsh Springers. Willst du ihn auch mal von der Leine lassen können, so solltest du ihn vom Welpen an darauf trainieren, dass du ihn jederzeit abrufen kannst. Ebenso solltest du ihn schon als Welpen daran gewöhnen, dass er auch mal länger alleine gelassen werden kann. Das fällt ihm schwer, denn er hängt sehr an seinen Menschen.
Grundsätzlich gilt für den Umgang mit Welpen: Sie müssen behutsam ohne Überforderung, aber auch konsequent erzogen werden. Hiermit legt der Hundehalter den Grundstein für das gesamte weitere Leben des Welpen.
Und hier noch einige konkrete Tipps für die Erziehung von Welpen im Überblick: In seiner Sozialisierungsphase zwischen der fünften und zwölften Woche sollte Ihr Hund mit allen Alltagssituationen vertraut gemacht werden. Dazu gehört das Kennenlernen von Haushaltsgeräuschen und Straßenverkehr sowie von Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln. An der Leine laufen zu lernen, ist für eine ungetrübte Freude im Alltag für Hund und Halter unerlässlich.
In seiner Sozialisierungsphase, die für die Charakterbildung des Welpen entscheidend ist, muss der Welpe Kommandos verinnerlichen. Die wichtigsten sind der Rückruf, das Stehenbleiben und der Aus-Befehl. Außerdem sollte der Welpe positive Erfahrungen mit anderen Hunden sammeln.
Neugier und ein gewisser Enthusiasmus sind typisch für den Welpen in der Sozialisierungsphase. Sind sie aber aufgrund negativer Erfahrung der Angst gewichen, ist der junge Hund unbedingt weiter zu trainieren.
Die Erholungskapazität nach einer unangenehmen Erfahrung ist lang und in dieser Phase ist die Chance groß, dass der Welpe ständig Angst vor bestimmten Dingen hat. Der Welpe muss nun lernen, dass all die Dinge, denen er jemals zuvor begegnet war, jetzt nicht gefährlich waren und dass es an der Sonne nichts Neues gibt.
Damit Ihr Welpe stubenrein wird, ist er nach dem Essen, Trinken, Schlafen oder Spielen sofort ins Freie zu bringen. Falls er aber doch etwas im Haus ausscheidet, liegt die Ursache meist in der eigenen Unaufmerksamkeit des Hundehalters. Nach dem Beseitigen von Kot oder Urin ist der Platz sehr gut mit Wasser und Essig zu reinigen – damit es „nicht gut riecht“ für den Welpen. Falsch ist es, den Welpen zu bestrafen!

 

 

 

Der Welsh Springer ist eine robuste Rasse,
Der Welshie ist pflegeleicht.
Er mag das wöchentliche Bürsten.
Seine herabhängenden Ohren sollten im Innenbereich vom Züchter geschoren werden.
Eine Pflege unter dem Hals und an den Pfoten hat er sehr gerne. Ihr Züchter freut sich bestimmt, ihren Welshie wieder zu sehen, um diese Dinge zu erledigen.

Ein Welsh Springer Spaniel ist beim Thema Ernährung in aller Regel unproblematisch.